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Christentum
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Das Christentum ist eine Weltreligion, die aus dem Judentum hervorging und sich ab dem 4. Jahrzehnt n. Chr. ĂŒber PalĂ€stina hinaus ausbreitete. Ihre AnhĂ€nger werden Christen genannt, die Gesamtheit der Christen wird auch als die Christenheit bezeichnet.

Von zentraler Bedeutung fĂŒr das Christentum ist Jesus von Nazaret, ein jĂŒdischer Wanderprediger, der etwa in den Jahren 28–30 n. Chr. auftrat und in Jerusalem hingerichtet wurde. Seine JĂŒnger erkannten gemĂ€ĂŸ christlicher Vorstellung in ihm nach seiner Kreuzigung und Auferstehung den Sohn Gottes und den vom Judentum erwarteten Messias. In ihren Bekenntnissen nennen sie ihn Jesus Christus. Der Glaube an ihn ist in den Schriften des Neuen Testaments grundgelegt. Die weitaus meisten Christen glauben an einen Gott (Monotheismus)cite-ref-1[1] als eine TrinitĂ€t, das heißt eine Wesenseinheit aus Vater, Sohn und Heiligem Geist.cite-ref-2[2]cite-ref-3[3] Daneben existieren innerhalb des Christentums kleinere antitrinitarische Gruppierungen.cite-ref-4[4]cite-ref-5[5]

Die zahlreichen Konfessionen bzw. Kirchen innerhalb des Christentums lassen sich in fĂŒnf Hauptgruppen zusammenfassen: die römisch-katholische Kirche, die orthodoxen Kirchen, die protestantischen Kirchen, die anglikanischen Kirchen und die Pfingstbewegung.cite-ref-6[6] Mit rund 2,5 Milliarden (2022)cite-ref-7[7] Mitgliedern ist das Christentum vor dem Islam (2 Milliarden) und dem Hinduismus (1,2 Milliarden) die weltweit am weitesten verbreitete Religion.

Contents

‱ Bezeichnung
‱ Ursprung
‱ Lehre
‱ Geschichte
‱ Lehre
‱ Siehe auch
‱ Literatur
‱ Lexika
‱ Weblinks

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Überblick

Bezeichnung

Der Begriff „Christentum“ (von altgriechisch ΧρÎčστÎčαΜÎčσΌός ChristianismĂłs) wird erstmals in einem Brief des syrischen Bischofs Ignatius von Antiochia im 2. Jahrhundert erwĂ€hnt und ist den Ă€lteren Begriffen áŒžÎżÏ…ÎŽÎ±ÏŠÏƒÎŒÏŒÏ‚ (IoudaĂŻsmĂłs, Judentum) und ጙλληΜÎčσΌός (HellēnismĂłs, Hellenismus) nachgebildet. Nach der Apostelgeschichte 11,26 wurden die JĂŒnger Jesu Christi zuerst von den Bewohnern der zum Römischen Reich gehörenden syrischen Stadt Antiochia am Orontes, in welche die Christen nach den ersten Verfolgungen in PalĂ€stina geflohen waren, ΧρÎčστÎčαΜόÎč (ChristianĂłi, Christen) genannt. Man sah offenbar das Christusbekenntnis der AnhĂ€nger Jesu als charakteristisch fĂŒr ihren Glauben an. Die Christen ĂŒbernahmen diese Bezeichnung bald auch fĂŒr sich selbst (vgl. Apg 26,28 , 1 Petr 4,16 ). Das deutsche Wort KristentĂ»m ist erstmals im Mitteldeutschen bei Walther von der Vogelweide belegt.cite-ref-8[8]

Ursprung

Die Wurzeln des Christentums liegen im Judentum im römisch beherrschten PalĂ€stina zu Beginn des 1. Jahrhunderts. Es geht zurĂŒck auf die AnhĂ€nger des jĂŒdischen Wanderpredigers Jesus von Nazaret. Mit dem Judentum ist das Christentum insbesondere durch den ersten Teil seiner Bibel verbunden, der den jĂŒdischen heiligen Schriften des Tanach entspricht und im Christentum Altes Testament genannt wird. Ohne das Alte Testament wĂ€re der christliche Glaube geschichtslos und bliebe unverstĂ€ndlich. Christen lesen die Texte des Alten Testaments allerdings von Jesus Christus her und auf ihn hin (christologische Interpretation). Das Christentum verbreitete sich in kurzer Zeit im Mittelmeerraum. Dabei ĂŒbte der Hellenismus erheblichen Einfluss auf das christliche Denken aus.

SelbstverstÀndnis

Der Kern der christlichen Religion rĂŒhrt nach ihrem SelbstverstĂ€ndnis aus der bedingungslosen Liebe Gottes gegenĂŒber den Menschen und der gesamten Schöpfung. In dieser Liebe, in der sich Gott in der Gestalt des Menschen Jesus von Nazaret offenbart und selbst erschließt, wird die Beziehung Mensch-Welt-Gott geklĂ€rt. Sie betrifft alle Daseinsbereiche des Menschen und alle Dimensionen des Menschseins. Die Heilszusage gilt den Menschen aller Nationen, unabhĂ€ngig von ethnischer Zugehörigkeit, Geschlecht oder gesellschaftlicher Stellung (vgl. Gal 3,28 ).cite-ref-9[9] Das Christentum versteht sich somit als universale Religion und gleichzeitig als der unĂŒberbietbare Ort, an dem sich Gott den Menschen in der Geschichte zugewandt hat und erfahrbar ist. Diesem VerstĂ€ndnis bzw. dem Sendungsauftrag Christi (Mt 28, 19–20 ) entspricht der missionarische Charakter des Christentums.

Lehre

Jesus ist nach vorherrschendem christlichen GlaubensverstĂ€ndnis zugleich wahrer Gott und wahrer Mensch. Die christliche Lehre, die auf dem biblischen Zeugnis basiert, hat folgenden zentralen Inhalt: Gott wandte sich in der Menschwerdung („Inkarnation“) in seinem Sohn Jesus Christus der in SĂŒnde verstrickten Menschheit zu; der Tod Jesu Christi am Kreuz bewirkte die Erlösung durch Beseitigung von Schuld und SĂŒnde der Menschheit.

Die Glaubensgewissheit lag fĂŒr die ersten Christen in den Ereignissen zu Ostern begrĂŒndet, dem dritten Tag nach der Kreuzigung Jesu. Damals – so die Überzeugung der Christen – bewirkte Gott an Jesus als erstem von allen Menschen die Auferstehung bzw. Auferweckung und bestĂ€tigte somit die Botschaft Jesu vom kommenden Reich Gottes (Phil 2,5–11 ). Die AnhĂ€nger Jesu machten die Erfahrung, dass ihnen der auferstandene Jesus erschien und seine bleibende Gegenwart zusagte (1 Kor 15,3–8 ). Auf diese Oster- bzw. Auferstehungserfahrung grĂŒndet sich die christliche Gemeinschaft (Kirche), die an Pfingsten durch den Heiligen Geist die BefĂ€higung zur ErfĂŒllung des Missionsauftrags erhielt.

Dieser Glaube wurde, zusammen mit der Erinnerung an das Wirken Jesu von Nazaret als dem VerkĂŒnder der Botschaft Gottes, in Form von gottesdienstlichen Hymnen sowie Bekenntnisformeln ausgedrĂŒckt und in Predigten entfaltet. Kern des Bekenntnisses waren auf Jesus ĂŒbertragene, zum Teil alttestamentliche Hoheitstitel wie „Herr“, Gesalbter (griech. Christus, hebr. Messias), „Sohn Gottes“ und andere.cite-ref-10[10] Schrittweise entstanden die Schriften des Neuen Testaments, die im Laufe der ersten Jahrhunderte – gemeinsam mit der Bibel der Juden – im biblischen Kanon festgehalten sowie bewahrt wurden – als einheitliche Grundlage der christlichen Lehre. In Bezug auf die Anerkennung der weiteren Lehrentwicklung gibt es konfessionelle Unterschiede.

Verbreitung

Siehe auch

:

Liste der LĂ€nder nach Religion

Siehe auch

:

Liste der LÀnder nach christlicher Bevölkerung

Das Christentum ist die zahlenmĂ€ĂŸig bedeutendste Weltreligion, der schĂ€tzungsweise ungefĂ€hr ein Drittel aller Menschen auf der Welt angehören. Die meisten staatlichen Statistiken werden auf Selbstbezeichnungen der einzelnen StaatsbĂŒrger oder Hochrechnungen zurĂŒckzufĂŒhren sein, manchmal auch auf amtliche Listen. In vielen LĂ€ndern der Erde werden Christen verfolgt, so dass von dort nur ungewisse Zahlen vorliegen.

| Region | Bevölkerung | Bevölkerung | Christen | Christen | Christen |
|---|---|---|---|---|---|
| | in Mio. | Wachstum | in Prozent | in Mio. | Wachstum |
| Europa | 730 | 0,05 % | 71,0 % | 519,1 | −0,4 % |
| Deutschland | 82 | 0,1 % | 69,4 % | 57,1 | −1,0 % |
| Schweiz | 7 | 0,67 % | 86,6 % | 6,4 | 0,4 % |
| Österreich | 8 | 0,52 % | 89,7 % | 7,3 | 0,2 % |
| Asien | 3.691 | 1,41 % | 8,5 % | 316,5 | 3,7 % |
| Afrika | 784 | 2,41 % | 48,3 % | 379,4 | 2,8 % |
| Angloamerika | 309,6 | 0,85 % | 81,5 % | 259,0 | 0,7 % |
| Lateinamerika | 519 | 1,59 % | 91,6 % | 476,6 | 1,5 % |
| Pazifik | 31 | 1,59 % | 73,3 % | 22,9 | 0,74 % |
| Weltweit | 6.065 | 1,59 % | 32,5 % | 1.973,0 | 1,4 % |

Oben angefĂŒhrt sind die Bevölkerungszahlen der UNO von 1998. Zahlen ĂŒber Religionszugehörigkeit aus Gebet fĂŒr die Welt, Ausgabe 2003 (siehe unten). Die Daten stammen aus den Jahren 1998–2000. Die Wachstumsraten betreffen das durchschnittliche Wachstum von 1995 bis 2000, beruhen jedoch zum Teil auf einem Wechsel der Datenbasis. Das Christentum wuchs in dieser Zeit in den meisten Erdteilen der Welt, wobei sich sein Wachstum vom „alten“ Kontinent Europa hin zu den „neuen“ Erdteilen verschob; besonders stark wuchs es in Asien und Afrika. Dieses Wachstum verteilt sich gleichermaßen auf die katholische Kirche, evangelikale Gemeinschaften und Kirchen der Pfingstbewegung. Der Anteil der Lutheraner geht somit langsam zurĂŒck. In Europa kann man aufgrund des allgemeinen GeburtenrĂŒckganges und der Kirchenaustritte bei gleichzeitiger Migration einen RĂŒckgang der Gesamtzahl der Christen verzeichnen.

Zusammenhalt, Organisation und Richtungen

Die gesamte Christenheit wird als Ekklesia angesehen, als Leib Christi mit Christus als Haupt. Jeder einzelne Christ stellt ein Glied dieses mystischen Leibes dar. Manche christlichen Theologen unterscheiden zwischen der „unsichtbaren Kirche“, die alle glĂ€ubigen Christen aller Konfessionen umfasst, und der sichtbaren Kirche, deren Mitglieder mehr oder weniger glĂ€ubig sein können.

Innerhalb des Christentums entstanden bald mehrere Gruppierungen bzw. Strömungen, manchmal durch politische Motive oder geographische Gegebenheiten, aber auch durch abweichende Lehrmeinungen. Grob lassen sich diese Richtungen nach ihren Merkmalen in Konfessionen und Denominationen einteilen. Zu einer Konfession oder Denomination gehören eine oder mehrere Kirchen oder Gemeinden. Der einzelne Christ ist Mitglied einer bestimmten Kirche oder Gemeinde. Neben den Konfessionen gibt es auch konfessionsĂŒbergreifende theologische Richtungen, beispielsweise liberal, evangelikal oder charismatisch.

Viele Kirchen stehen in einer mehr oder weniger lockeren Gemeinschaft mit anderen Kirchen, die in beiderseits anerkannten Lehren begrĂŒndet ist, ohne deshalb ihre spezifischen Lehren und ihr Brauchtum aufzugeben. Beispiele fĂŒr solche Gemeinschaften sind der Ökumenische Rat der Kirchen, die Evangelische Allianz und die Leuenberger Konkordie. Daneben gibt es auch Kirchengemeinschaften, die die vollstĂ€ndige gegenseitige Anerkennung von Sakramenten, Kirchenmitgliedschaft und Ämtern beinhalten. Beispiele fĂŒr solche Kirchengemeinschaften sind die Anglikanische Gemeinschaft, die orthodoxen Kirchen und die evangelischen Unierten Kirchen.

Da man den Christen die Taufe nicht angesehen hatte, wollten sie dennoch untereinander und nach außen hin identifizierbar sein. Da das Vaterunser einfache, fĂŒr jeden wiederholbare Akte aufgewiesen hatte, erfĂŒllte dieses alle Voraussetzungen fĂŒr ein verbindendes und nach außen abgrenzendes Merkmal.cite-ref-11[11]

Historische Entwicklung

In der antiken Welt gab es fĂŒnf christliche Patriarchate, denen jeweils die lokalen Metropoliten, Erzbischöfe und Bischöfe unterstellt waren: Rom, Konstantinopel, Alexandrien, Antiochien und Jerusalem. Sollte ĂŒber wesentliche Lehrfragen entschieden werden, wurde ein Konzil (eine Versammlung von Bischöfen) einberufen. Das höchste Ansehen genossen die ökumenischen Konzile, in denen Bischöfe aus allen Patriarchaten zusammenkamen. Mehreren Konzilien, die sich selbst als „ökumenisch“ betrachteten, wurde dieser Status wegen mangelnder Zustimmung der Ortskirchen allerdings spĂ€ter aberkannt. Insgesamt gab es von 325 bis 787 sieben ökumenische Konzile, die bis heute von der katholischen, den orthodoxen, den anglikanischen und den meisten evangelischen Kirchen anerkannt werden; einige protestantische Kirchen lehnen allerdings das Zweite Konzil von NicĂ€a wegen seiner Aussagen ĂŒber die Bilderverehrung ab.

Nach dem Konzil von Ephesos 431 n. Chr. kam es zu einer ersten Spaltung, nĂ€mlich der Abspaltung der Apostolischen Kirche des Ostens („Nestorianer“). Auf dem folgenden ökumenischen Konzil von Chalcedon wurde die Natur Christi als zugleich menschlich und göttlich definiert. Die miaphysitischen Kirchen, zu denen unter anderen die koptische Kirche, die syrisch-orthodoxe Kirche und die armenische apostolische Kirche gehören, betonen die Einigung (Enosis) der menschlichen und der göttlichen Natur Christi und lehnen die Lehre eines „zweifachen Christus“ ab, wie er im Nestorianismus vertreten wird. Die römische Reichskirche rezipierte die gemĂ€ĂŸigte Zweinaturenlehre des Chalcedonense, so dass sie Bestandteil der Dogmatik der meisten heute existierenden Konfessionen ist.

In den folgenden Jahrhunderten vertiefte sich in der Reichskirche die Entfremdung zwischen der östlichen und westlichen Tradition bis zum Bruch. Die westliche Tradition entwickelte sich in der SpĂ€tantike und im frĂŒhen Mittelalter im Weströmischen Reich, wĂ€hrend die östliche Tradition in Konstantinopel, Kleinasien, Syrien und Ägypten entstand (Oströmisches/Byzantinisches Reich). Die eigentlich dogmatischen Unterschiede blieben zwar gering, aber die lateinische Kirche hatte in dieser Zeit Lehren entwickelt, die nicht von ökumenischen Konzilien abgesegnet worden waren (z. B. ErbsĂŒndenlehre, Fegefeuer, Filioque, pĂ€pstlicher Primat des Papstes). Weitere Unterschiede bestanden seit langem bezĂŒglich politischer Umgebung, Sprache und Fragen des Ritus und der Liturgie (Samstagsfasten, Azyma). Die Situation spitzte sich im 11. Jahrhundert zu, so dass es 1054 zu einer gegenseitigen Exkommunikation zwischen dem Papst und dem Patriarchen von Konstantinopel kam. Dieses Datum gilt ĂŒblicherweise als Beginn des morgenlĂ€ndischen Schismas.

Die Westkirche erfuhr durch die Reformation des 16. Jahrhunderts eine tiefgreifende Spaltung. Die Anliegen der Reformatoren betrafen vor allem das Kirchen- und SakramentenverstĂ€ndnis und die Rechtfertigungslehre. Die reformatorische Bewegung fĂŒhrte zu mehreren parallelen Kirchenbildungen, von denen sich im weiteren Verlauf neue Gruppierungen lösten, die in den folgenden Jahrhunderten zum Teil zu Kirchengemeinschaften zusammenfanden.

Nach ersten AnsÀtzen im 19. Jahrhundert (z. B. Bonner Unionskonferenzen) kam es im 20. Jahrhundert zu einer AnnÀherung zwischen den Konfessionen und zu Formen des Dialogs und der Zusammenarbeit, die sich unter dem Stichwort ökumenische Bewegung zusammenfassen lassen. So sehen sich heutzutage Kirchen, die die zentralen Elemente der christlichen Lehre bejahen, als Schwesterkirchen, oder sie engagieren sich in ökumenischen Foren, wie beispielsweise dem Weltkirchenrat oder der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland.

Östliche Tradition

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Hauptartikel

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Östliches Christentum

Die Patriarchate von Konstantinopel, Alexandrien, Antiochien und Jerusalem und einige seither neu dazugekommene nationale Kirchen, haben bis heute die gleiche Theologie und SpiritualitĂ€t, die sich kaum verĂ€ndert hat, und sehen sich als Teil der ursprĂŒnglichen, von Christus gegrĂŒndeten Kirche. Allen ist gemeinsam, dass sie die Liturgie in der jeweiligen Landessprache feiern. Die grĂ¶ĂŸte orthodoxe Kirche ist heute die russisch-orthodoxe Kirche. Faktisch hat seit dem Untergang des Weströmischen Reiches der Patriarch von Konstantinopel den Ehrenvorrang unter den orthodoxen Patriarchen inne. Heute haben die orthodoxen Patriarchate oft auch Kirchen im Ausland, die ihnen unterstellt sind. Es gibt signifikante Unterschiede zwischen den orthodoxen und den westlichen Kirchen – dazu gehören z. B. der Stellenwert des Heiligen Geistes im Hinblick auf die Heiligung der GlĂ€ubigen und der zu konsekrierenden Materie, die SpiritualitĂ€t, die Ikonen und die Lehre von der Kirche. Die orthodoxen Kirchen haben ihre historischen Schwerpunkte in SĂŒdost- und Osteuropa, in Vorderasien, in Indien und in Nordostafrika und sind heute als Auswandererkirchen in allen Teilen der Welt zu finden.

Orthodoxe Christen erkennen dem Bischof von Rom einen Ehrenvorrang im Rahmen der Pentarchie zu, sofern darunter nicht ein juristischer Primat verstanden wird. Dazu bedarf es, dass der Papst rechtglĂ€ubig im Sinne der Orthodoxie ist und er sich als „primus inter pares“ sieht.

In den orthodoxen Kirchen werden die drei Sakramente der Eingliederung (Taufe, Myronsalbung und Erstkommunion) in einer einzigen Feier gespendet. Der Zölibat ist in den orthodoxen Kirchen wie auch in den mit Rom unierten katholischen Ostkirchen nur fĂŒr das Bischofsamt, fĂŒr Ordensleute und geweihte Jungfrauen vorgeschrieben. Die Lehre basiert auf dem VerstĂ€ndnis, dass die Tradition unter der FĂŒhrung des Heiligen Geistes fortschreiten kann, wobei eine „traditio constitutiva“ (unverĂ€nderbar) und eine „traditio divino-apostolica“, zu denen die Adiaphora zĂ€hlen, zu unterscheiden ist. Die Orthodoxie beschrĂ€nkt die „traditio constitutiva“ auf die von ihnen anerkannten ökumenischen Konzilien.

Orientalisch-Orthodoxe Kirchen

Innerhalb des östlichen Christentums bilden die Orientalisch-Orthodoxen Kirchen (auch bekannt als altorientalische Kirchen) eine eigene Gruppe. Die Bezeichnung Orientalisch-Orthodoxe Kirchen hat fĂŒr jene Kirchen GĂŒltigkeit, welche die BeschlĂŒsse des Konzils von Chalcedon (451) nicht angenommen haben. FederfĂŒhrend bezĂŒglich der starken Opposition gegen die BeschlĂŒsse des Konzils von Chalcedon waren vor allem die Kopten und die Syrisch-Orthodoxen Assyrer. Die Armenier und Äthiopier waren hingegen kaum in die Auseinandersetzungen um die chalcedonische Christologie involviert, sondern ĂŒbernahmen einfach spĂ€ter die Position der Kopten und Syrisch-Orthodoxen Assyrer.cite-ref-12[12] Zur Gruppe der Orientalisch-orthodoxen Kirchen zĂ€hlen heute die folgenden Kirchen:


Westliche Tradition

Ab der SpĂ€tantike entwickelte sich die Lehre, dass der Bischof von Rom eine AutoritĂ€t besitzt, die direkt auf den Apostel Petrus zurĂŒckgefĂŒhrt werden kann und die ihn zum Stellvertreter Christi und damit Inhaber des obersten Jurisdiktions-, Lehr- und Hirtenamts in der christlichen Kirche macht.

Um die Mitte des zweiten Jahrtausends forderten Theologen an verschiedenen Orten in Europa (Martin Luther und Ulrich Zwingli im deutschen Sprachraum, Johannes Calvin im französischen, und Thomas Cranmer im englischen) aus Protest gegen MissbrÀuche Reformen in der katholischen Kirche. Daraus entstand die Trennung der westlichen Kirche in eine römische Tradition, die in der Reformation bei Rom blieb, und eine reformatorische Tradition, die sich von Rom löste.

Die Unfehlbarkeit des Papstes bei ex cathedra verkĂŒndeten Glaubensaussagen und dessen Jurisdiktionsprimat ĂŒber die Gesamtkirche wurden 1870 im Ersten Vatikanischen Konzil mit der dogmatischen Konstitution Pastor Aeternus zu verbindlichen GlaubenssĂ€tzen der Römisch-katholischen Kirche erhoben. Nach diesem Konzil trennten sich die Unfehlbarkeitsgegner von Rom bzw. wurden exkommuniziert und bildeten fortan eigene altkatholische Kirchen, die sich in der Utrechter Union der Altkatholischen Kirchen zusammenschlossen. Weil ihre historische Tradition zwischen dem 16. und dem 19. Jahrhundert der römisch-katholischen Kirche parallel lief, sie aber gemĂ€ĂŸ ihrem SelbstverstĂ€ndnis eine reformorientierte Ausrichtung haben, die sie in Kirchengemeinschaft mit den Anglikanern und in ökumenische Verbundenheit zum Protestantismus gebracht hat, ist ihre Klassifizierung schwierig.

Römisch-katholische Tradition

Der römisch-katholischen Kirche gehören weltweit etwa 1,1 Milliarden GlĂ€ubige an. Nach ihrem VerstĂ€ndnis ist die „eine heilige katholische Kirche“ (NicĂ€no-Konstantinopolitanisches Glaubensbekenntnis) das wandernde „Volk Gottes“, das unter Leitung des Papstes als dem Nachfolger des Apostels Petrus und Stellvertreter Christi auf Erden „unzerstörbare Keimzelle der Einheit, der Hoffnung und des Heils“ ist (vgl. Lumen gentium,cite-ref-13[13] Apostolicae curae und Dominus Jesus). Das Zweite Vatikanische Konzil ergĂ€nzte das Dogma der pĂ€pstlichen Unfehlbarkeit (1870) um die Aussage: „Die Gesamtheit der GlĂ€ubigen, welche die Salbung von dem Heiligen haben (vgl. 1 Joh 2,20.27 ), kann im Glauben nicht irren.“cite-ref-14[14]

Die drei Sakramente der Eingliederung in die katholische Kirche sind die Taufe, die Firmung und der Empfang der Eucharistie.

Die apostolische Sukzession sieht die KontinuitĂ€t mit der Urkirche dadurch gewĂ€hrleistet, dass sie eine Kette von Handauflegungen (Weihe), ausgehend von den Aposteln ĂŒber viele Bischöfe vergangener Tage bis hin zu den heutigen Bischöfen, annimmt. Nur in apostolischer Sukzession stehende Bischöfe können daher das Weihesakrament gĂŒltig spenden.

Römisch-katholische Gottesdienste sind fĂŒr alle zugĂ€nglich; der Empfang der Kommunion ist jedoch nur Katholiken sowie Angehörigen orthodoxer und orientalischer Kirchen erlaubt, sofern diese in rechter Weise disponiert sind. Mitgliedern anderer Kirchen darf in Todesgefahr die Wegzehrung gereicht werden, sofern sie bezĂŒglich dieses Sakraments den katholischen Glauben bekunden.cite-ref-15[15] Interkommunion ist untersagt.

Evangelische Tradition

Die evangelischen Kirchen verstehen sich als allein aus der biblischen Schrift heraus begrĂŒndet (Sola scriptura), wĂ€hrend die römisch-katholische Kirche sich durch die Schrift und die Überlieferung begrĂŒndet sieht. Dennoch erkennen die evangelischen Kirchen die frĂŒhen kirchlichen Traditionen an, damit die BeschlĂŒsse ihrer Synoden und Konzile, und die aus ihr stammenden Bekenntnisse (Apostolisches Glaubensbekenntnis und NizĂ€isches Glaubensbekenntnis). Diese beziehen ihre AutoritĂ€t jedoch nur aus ihrem Einklang mit dem evangelischen VerstĂ€ndnis der Schrift und nicht aufgrund der Ämter ihrer Autoren.

Die öffentliche Auseinandersetzung Martin Luthers mit der römisch-katholischen Tradition begann – nach einer mehrjĂ€hrigen theologischen Entwicklung – mit den 95 Thesen; seine Lehre ist in zwei von ihm verfassten Katechismen (Großer und Kleiner Katechismus) und anderen Schriften festgehalten. Luther selbst war Verfechter der Kindstaufe, der Beichte und der Marienverehrung, wandte sich aber entschieden gegen den Zölibat und heiratete 1525 Katharina von Bora.

Der als Augustinermönch ausgebildete Theologe verfasste eine neue, auf Augustinus von Hippo fußende Rechtfertigungslehre, die besagt, dass der „Glaube allein“ (Sola fide) den Menschen „coram Deo“ (vor Gott) gerecht mache und ihn so vor der gerechten Strafe Gottes errette. Basierend auf dieser Rechtfertigungslehre sowie dem Prinzip der Sola scriptura, erkennen die meisten evangelische Christen als Sakramente nur zwei Handlungen an: die Taufe, bei der Jesus selbst nicht Handelnder gewesen ist, sondern Johannes der TĂ€ufer, und das Abendmahl oder Herrenmahl, das Jesus selbst begrĂŒndete. FĂŒr beide Handlungen sind ein Wort und ein Element konstitutiv, die in der biblischen Überlieferung mit dem Gebot Jesu zu deren DurchfĂŒhrung verbunden sind. In der evangelischen Tradition gibt es unterschiedliche AbendmahlsverstĂ€ndnisse, die jedoch von den Mitgliedskirchen der Leuenberger Konkordie fĂŒr nicht kirchentrennend gehalten werden. Die reformierte Tradition versteht das Abendmahl dabei als rein symbolisches GedĂ€chtnismahl, wĂ€hrend in der lutherischen Tradition der Gedanke der RealprĂ€senz Jesu „in, mit und unter“ den Elementen Brot und Wein betont wird (Konsubstantiation), ohne allerdings deren Wandlung (Transsubstantiation) wie im katholischen VerstĂ€ndnis. Es ist weiterhin möglich, die Beichte abzulegen und Absolution zu empfangen, aber dies sei weder notwendig, noch sei es ein Sakrament. In den taufgesinnten evangelischen Kirchen (nicht jedoch in den deutschen Landeskirchen, die in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) vereint sind) wurde die Taufe unmĂŒndiger Kinder durch die GlĂ€ubigentaufe ersetzt, da diese Kirchen davon ausgehen, dass ein persönlicher Glaube des TĂ€uflings eine neutestamentliche Voraussetzung fĂŒr den Empfang der Taufe (sola fide) sei. Die vielfĂ€ltigen evangelischen Konfessionen sind institutionell autonom und haben keine offizielle gemeinsame Lehre, die ĂŒber die Schrift hinausgeht, und kein gemeinsames Oberhaupt außer Christus.

Die gemeinsamen Grundgedanken der evangelischen Kirchen lassen sich durch die „vier Soli“ zusammenfassen:

‱ „sola fide“: Allein der Glaube rechtfertigt vor Gott.
‱ „sola gratia“: Allein die Gnade Gottes bringt Erlösung.
‱ „sola scriptura“: Allein die Bibel ist Regel und Richtschnur des Glaubens („regula fidei“).
‱ „solus Christus“: Allein die Person, das Wirken und die Lehre Jesu ist Grundlage des Glaubens.

Ein besonderer Fall ist die anglikanische Kirche, die an der apostolischen Sukzession, an vielen katholischen BrÀuchen in der Liturgie und an der RealprÀsenz Christi in den eucharistischen Gaben festhÀlt.

BezĂŒglich des VerhĂ€ltnisses von Tradition und Bibel gibt es alle Zwischenstufen von der Anglikanischen Kirche bis zu den calvinistisch-reformierten Kirchen, die jede Kirchentradition außerhalb der Bibel ablehnen.

Über Lehre und Praxis wird in den meisten Konfessionen durch Synoden oder Konferenzen auf internationaler Ebene entschieden, in anderen Konfessionen auf der Ebene der lokalen Kirche.

Heute sind die Unterschiede zwischen liberalen und konservativen FlĂŒgeln innerhalb einer Konfession oft grĂ¶ĂŸer als die Unterschiede zwischen einzelnen Liberalen bzw. zwischen einzelnen Konservativen aus verschiedenen Konfessionen.

WĂ€hrend die evangelischen Konfessionen frĂŒher sehr stark die Unterschiede betonten, gibt es heute einige AnsĂ€tze zur AnnĂ€herung: Viele evangelische Konfessionen in Europa haben sich in der Leuenberger Konkordie zusammengeschlossen, evangelikale Konfessionen arbeiten in der evangelischen Allianz zusammen. In einigen FĂ€llen ist es sogar zu Wiedervereinigungen gekommen (United Church of Canada aus Lutheranern, Methodisten und Presbyterianern; Uniting Church of Australia aus Presbyterianern, Kongregationalisten und Methodisten; United Church of Christ aus sieben Konfessionen). Mit dem Weltkirchenrat gibt es auch ein Gremium der ökumenischen Zusammenarbeit, das nicht nur auf den Dialog zwischen den verschiedenen evangelischen Kirchen beschrĂ€nkt ist, sondern in dem auch die altkatholischen, orthodoxen und altorientalischen Kirchen vertreten sind.

Tradition evangelischer Freikirchen

Die 1525 in ZĂŒrich entstandene radikal-reformatorische TĂ€uferbewegung wird von vielen Freikirchen zu ihrer Vorgeschichte gerechnet. Die Mennoniten (Taufgesinnte) und Hutterer stehen in direktem historischen Zusammenhang damit. Ebenfalls in der Reformationszeit verwurzelt sind die Schwenkfeldianer und die Unitarier. Die erste Baptistengemeinde wurde 1609 in unter englischen Puritanern und unter Einfluss niederlĂ€ndischer Mennoniten in Amsterdam gegrĂŒndet. Im 18. Jahrhundert folgte in England die GrĂŒndung der Methodisten. Im Pietismus entstanden im deutschsprachigen Raum weitere Kirchen wie die Schwarzenau Brethren und die Herrnhuter, die zum Teil auf die frĂŒheren Böhmischen BrĂŒder zurĂŒckgehen. Im 19. Jahrhundert folgte schließlich die Bildung der Heilsarmee, der Freien evangelischen Gemeinden und der Siebenten-Tags-Adventisten. Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte sich dann von Nordamerika aus die Pfingstbewegung.

Die meisten dieser Bewegungen verstehen sich als taufgesinnt und sind der Überzeugung, dass die Wassertaufe ein Ausdruck der bereits zuvor erlebten Neugeburt eines Menschen sein soll. Die TĂ€uferbewegung wurde jahrhundertelang verfolgt. Auch die spĂ€ter entstandenen Freikirchen erfuhren Verfolgung und Diskriminierung. Sie waren getrennt von der jeweiligen Staats- oder Landeskirche und somit „Freikirchen“, die fĂŒr die Trennung von Kirche und Staat eintraten. Diese verschiedenen freikirchlichen Zweige zeigen heute weltweit in Bezug auf Mitgliederzahlen ein starkes Wachstum.

In Deutschland arbeiten viele evangelische Freikirchen in der Vereinigung Evangelischer Freikirchen zusammen, in der Schweiz im Verband Evangelischer Freikirchen und Gemeinden in der Schweiz. In Österreich kam es zu einem Zusammenschluss mehrerer BĂŒnde (Pfingstler, Evangelikale, Baptisten, Mennoniten) zu den Freikirchen in Österreich; dieser Zusammenschluss ist dort eine rechtlich anerkannte Kirche.

Andere Konfessionen

Apostolische Gemeinschaften

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Hauptartikel

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Konfessionsgruppe der apostolischen Gemeinschaften

Als apostolische Gemeinschaften werden christliche Gemeinschaften bezeichnet, deren UrsprĂŒnge in den Erweckungsbewegungen zwischen 1820 und 1830 sowie in der daraus hervorgegangenen katholisch-apostolischen Gemeinschaft liegen. Hauptanliegen dieser Erweckungsbewegungen war eine Wiederbesetzung des Apostelamtes. Vor allem in den Anfangsjahren wurden die Lehre und Praxis der apostolischen Gemeinschaften sowohl vom Protestantismus als auch vom Katholizismus beeinflusst und geprĂ€gt.cite-ref-16[16] Es entwickelten sich – neben der Lehre vom Apostelamt – weitere exklusive Lehrvorstellungen, beispielsweise im Bereich der Eschatologie und des Entschlafenenwesens. Eine theologische Besonderheit aller dieser Gemeinschaften stellt auch das Sakrament der Heiligen Versiegelung dar, das laut Lehrmeinung notwendig sei, um vollstĂ€ndiges Heil zu erlangen (wobei sich die Aussagen hierĂŒber unterscheiden).

Heute zĂ€hlen zu den bedeutendsten Vertretern die Neuapostolische Kirche (NAK) und die Vereinigung Apostolischer Gemeinden (VAG), deren Gemeinden hauptsĂ€chlich als Abspaltungen von der NAK entstanden. Außerdem existieren das Apostelamt Jesu Christi, das Apostelamt Juda und die Old Apostolic Church. Einige der Gemeinschaften beteiligen sich an der Ökumenischen Bewegung und sind trotz theologischer Vorbehalte in die Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen aufgenommen worden.cite-ref-17[17]

Neureligiöse Gemeinschaften

Verschiedene andere Konfessionen sehen sich weder in der orthodoxen, katholischen noch in der evangelischen Tradition. Gruppen, die sich selbst so einordnen, sind beispielsweise die QuĂ€ker, die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage und andere Gemeinschaften der Mormonen, Die Christengemeinschaft, die Vereinigungskirche, die Ernsten Bibelforscher, die Freien Bibelgemeinden und die Zeugen Jehovas. Viele dieser neureligiösen Gemeinschaften haben von den oben skizzierten Konfessionen abweichende Auslegungen. Beispielsweise haben sie Ansichten ĂŒber die TrinitĂ€t, die nicht mit den ökumenischen Konzilen ĂŒbereinstimmen, oder gleichwertige Schriften neben der Bibel oder bestimmte sogenannte „Sonderlehren“, die sich bei den anderen Konfessionen bzw. in der Bibel in dieser Form nicht finden oder ihnen sogar offen widersprechen. Wegen dieser Abweichungen ist es umstritten, ob jene oft auch als „(christliche bzw. religiöse) Sondergruppen oder -gemeinschaften“ oder „Sekten“ bezeichneten Gruppen ĂŒberhaupt zu den christlichen Konfessionen gezĂ€hlt werden können. Einige der besagten Gruppen haben die (allerdings unterschiedlich stark ausgeprĂ€gte) Tendenz, ihre eigene Sicht des Christentums als „absolut“ zu setzen. Der Begriff Unitarier umfasst heute sowohl antitrinitarisch-christliche Gruppen (Unitarier im traditionellen Sinne) als auch Vertreter einer pantheistisch-humanistisch ausgerichteten Religion, in der Christus keine zentrale Rolle mehr spielt.

Geschichte

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Hauptartikel

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Kirchengeschichte

Lehre

FĂŒr die christliche Lehre sind die Menschwerdung Gottes, der Kreuzestod und die Auferstehung Jesu Christi zentral. Die Mehrheit der Christen glaubt, dass diese Ereignisse die Basis von Gottes Werk bilden, das die Menschheit mit ihm aussöhnt; sein Tod am Kreuz wird als Erlösungstat verstanden. Die Menschwerdung und der freiwillige Opfertod gelten als Ausdruck Ă€ußerster Liebe Gottes zur verlorenen Menschheit. Entsprechend zentral fĂŒr das christliche Handeln ist die Liebe (griechisch Î‘ÎłÎŹÏ€Î·; lateinisch caritas) zu Gott (Gottesliebe) und zum Mitmenschen (NĂ€chstenliebe).cite-ref-18[18]

Der großen Mehrheit der verschiedenen Konfessionen sind folgende Glaubensaussagen gemeinsam:

‱ Es ist nur ein einziger Gott, und Gott ist dreieinig – ein einziges ewiges Wesen, das sich in drei „Personen“ offenbart: Vater (Schöpfer), Sohn (Mittler, Erlöser) und Heiliger Geist (Kraft, „Tröster“ = Beistand, Vollender).
‱ Jesus Christus ist der Sohn Gottes und der verheißene Messias.
‱ Jesus Christus ist zugleich wahrer Gott und wahrer Mensch (Zwei-Naturen-Lehre).cite-ref-19[19]
‱ Jesus Christus hat das kommende Gottesreich verkĂŒndet, das mit seinem Auftreten begonnen hat.

‱ Richtschnur fĂŒr das Leben als Christ ist die Einheit von Gottes- und NĂ€chstenliebe einschließlich der Feindesliebe.
‱ Jesus konnte nicht sĂŒndigen. Durch sein Opfer am Kreuz ist allen Menschen ihre Schuld der ErbsĂŒnde vergeben, die ihnen seit ihrer Geburt anhaftet, und sie sind durch das Blut Christi mit Gott versöhnt, sofern sie dies annehmen.
‱ TĂ€uflinge werden mit Wasser und nach der trinitarischen Taufformel (Mt 28,19 ) getauft. Durch den Glauben werden sie vom Tod in ein ewiges Leben auferweckt, sofern sie an dieses Erlösungswerk Gottes fĂŒr sich glauben.
‱ Menschen empfangen durch den Glauben an Christus den Heiligen Geist, der Hoffnung bringt und sie bzw. die Kirche in Gottes Wahrheit und gemĂ€ĂŸ Gottes Absichten fĂŒhrt.
‱ Der auferstandene Jesus sitzt zur Rechten Gottes. Er wird wiederkehren, um die GlĂ€ubigen in die ewige Anschauung Gottes zu fĂŒhren. Bis zu dieser Wiederkehr hat die Kirche den Auftrag, allen Menschen und Völkern die frohe Botschaft zu verkĂŒnden.
‱ Die Bibel ist als Wort Gottes von Gott inspiriert. In ihr ist die Botschaft ĂŒber Jesus und Gott sowie die Richtschnur fĂŒr das gottesbewusste Verhalten der Menschen niedergelegt.
‱ Maria, die Mutter Jesu, gebar den Sohn Gottes, der durch das Wirken des Heiligen Geistes gezeugt wurde.

Ursprung und EinflĂŒsse

Die ersten Christen waren Juden, die zum Glauben an Jesus Christus fanden. In ihm erkannten sie den bereits durch die biblische Prophetie verheißenen Messias (hebrĂ€isch: maschiach, griechisch: Christos, latinisiert Christus), auf dessen Kommen die Juden bis heute warten. Die Urchristen ĂŒbernahmen aus der jĂŒdischen Tradition sĂ€mtliche heiligen Schriften (den Tanach), wie auch den Glauben an einen Messias oder Christus (christos: Gesalbter). Von den Juden ĂŒbernommen wurden die Art der Gottesverehrung, das Gebet der Psalmen u. v. a. m. Eine weitere Gemeinsamkeit mit dem Judentum besteht in der Anbetung desselben Schöpfergottes. Jedoch sehen fast alle Christen Gott als einen dreieinigen Gott an: den Vater, den Sohn (Christus) und den Heiligen Geist. DarĂŒber, wie der dreieinige Gott konkret gedacht werden kann, gibt es unter den christlichen Konfessionen und Gruppierungen unterschiedliche Auffassungen bis hin zur Ablehnung der Dreieinigkeit Gottes (Antitrinitarier). Der Glaube an Jesus Christus fĂŒhrte zu Spannungen und schließlich zur Trennung zwischen Juden, die diesen Glauben annahmen, und Juden, die dies nicht taten, da diese es unter anderem ablehnten, einen Menschen anzubeten, denn sie sahen in Jesus Christus nicht den verheißenen Messias und erst recht nicht den Sohn Gottes. Die heutige Zeitrechnung wird vom traditionellen Geburtsjahr Christi aus gezĂ€hlt. Anno Domini (A. D.) bedeutet „im Jahr des Herrn“.

Heilige Schrift und weitere Quellen

Die zentrale Quelle fĂŒr Inhalt und Wesen des christlichen Glaubens ist die Bibel, wobei Stellenwert und Auslegung variieren. Sie besteht aus zwei Teilen, dem Alten und dem Neuen Testament. Das Alte Testament entspricht inhaltlich bis auf Details dem jĂŒdischen Tanach und wurde von Jesus und den Urchristen ebenso wie von den Juden als Heilige Schrift gesehen. Das Neue Testament enthĂ€lt Berichte vom Leben Jesu (Evangelien), der frĂŒhen Kirche (Apostelgeschichte fĂŒr die Jahre 30 bis etwa 62), Briefe der Apostel sowie die Offenbarung des Johannes. Die Begriffe „Alt“ und „Neu“ fĂŒr die Testamente bezeichnen den Tatbestand, dass es aus Sicht der Christen einen alten und einem neuen Bund zwischen Gott und den Menschen gibt. Das Alte Testament ist ursprĂŒnglich auf HebrĂ€isch verfasst und wurde spĂ€ter (allerdings noch in vorchristlicher Zeit) unter der Bezeichnung Septuaginta ins Altgriechische ĂŒbersetzt. Das Neue Testament ist hingegen in einer speziellen Variante des Altgriechischen, der Koine, verfasst. SpĂ€ter wurden beide Testamente ins Lateinische ĂŒbersetzt (Vetus Latina, Vulgata), dem folgten sehr viel spĂ€ter verschiedene, teilweise konfessionsgebundene, Übersetzungen (aus dem Urtext) in die jeweiligen Volks- und/oder Landessprachen (etwa Lutherbibel, ZĂŒrcher Bibel, EinheitsĂŒbersetzung, King-James-Bibel).

Der Umfang des Alten Testaments wird von den Konfessionen unterschiedlich bestimmt, da die griechische Überlieferung der Septuaginta auch mehrere Texte enthĂ€lt, die in der hebrĂ€ischen Überlieferung nicht enthalten sind. Die Teile, die nur in der Septuaginta stehen, werden als deuterokanonische bzw. apokryphe Schriften bezeichnet. (Siehe auch Kanon des Alten Testaments.)

Über den Inhalt des Neuen Testaments besteht bei allen großen Konfessionen ein Konsens, der sich im Laufe der ersten vier Jahrhunderten entwickelt hat. (Siehe auch Kanon des Neuen Testaments.)

Durch zahlreiche Funde von Kodizes und Papyri in den letzten zwei Jahrhunderten kann der ursprĂŒngliche Text des Neuen Testaments heute mit großer Genauigkeit wissenschaftlich rekonstruiert werden. Damit befasst sich die Textgeschichte des Neuen Testaments. Wie sich dieser rekonstruierte Text am besten in die Sprachen der Gegenwart ĂŒbersetzen lĂ€sst, wird intensiv diskutiert (siehe BibelĂŒbersetzung).

Auch in Bezug auf Exegese (Auslegung) der biblischen Texte und ihrer praktischen Anwendung auf das tĂ€gliche Leben (Ethik) gibt es eine große Bandbreite von Meinungen.

Bei den meisten Konfessionen beeinflussen neben der Bibel auch andere Texte wie Glaubensbekenntnisse, Katechismus, Tradition, Liturgie und christliche Vorbilder wie Heilige die Ausformung der kirchlichen und persönlichen Praxis.

Beziehung zu anderen Weltanschauungen

Das Christentum hat andere Religionen beeinflusst, deren AnhĂ€nger sich zwar nicht als Christen sehen, aber Jesus als Propheten Gottes anerkennen. Im Koran erscheint Jesus als Isa ibn Maryam, das heißt als Sohn Marias, seine Gottessohnschaft wird indessen bestritten. Scharf zurĂŒckgewiesen werden im Koran jede Anbetung Jesu sowie nach Sure 112 die Dreieinigkeit. Andererseits trĂ€gt Jesus im Koran positive Titel wie Messias, Wort Gottes und auch Geist Gottes; ebenso gehört er zu den Propheten des Islam. Die Kreuzigung Christi wird in Sure 4, Vers 157 und entsprechend in der islamischen Koranexegese verneint:

„Sie haben ihn (in Wirklichkeit) nicht getötet und (auch) nicht gekreuzigt. Vielmehr erschien ihnen (ein anderer) Ă€hnlich (so daß sie ihn mit Jesus verwechselten und töteten).“

Dem Christentum wird generell unter Nichtchristen Positives wie Negatives zugesprochen. Positiv wird meist die Lehre der NĂ€chstenliebe gesehen. Auch setzen sich weltweit viele Christen fĂŒr den Frieden und fĂŒr barmherzige Konzepte gegen die Armut ein. Negativ wird die Geschichte des Christentums mit KreuzzĂŒgen, Hexenverfolgungen, Inquisition und Antijudaismus gesehen. Die Positionen zu Themen wie EmpfĂ€ngnisverhĂŒtung, HomosexualitĂ€t und Schwangerschaftsabbruch sind auch innerchristlich umstritten.

Der spĂ€tere König von Thailand Mongkut hatte um 1825 herum als buddhistischer Abt intensiven Kontakt mit dem katholischen Bischof Jean-Baptiste Pallegoix. Er kommentierte: „Was Ihr die Menschen zu tun lehrt, ist bewundernswert. Aber was Ihr sie zu glauben lehrt, ist töricht.“cite-ref-20[20]cite-ref-21[21]

Es ist ein Anliegen vieler christlicher Kirchen, sich untereinander zu versöhnen und eine gemeinsame Basis zu schaffen (Ökumene). Außerdem fĂŒhren einige das GesprĂ€ch mit anderen Religionen (interreligiöser Dialog). Ziel ist ein friedliches Zusammenleben der Religionsgemeinschaften.

In den ersten nachchristlichen Jahrhunderten kam es zu teils heftigen Christenverfolgungen im Römischen Reich. Auch heute, gerade in kommunistischen und islamischen LÀndern, findet eine starke Christenverfolgung statt.

Dem Christentum wird teilweise der Vorwurf gemacht, eine Mitschuld an der Judenverfolgung gehabt zu haben, da z. B. im Mittelalter Juden verfolgt wurden, weil man ihnen die Schuld am Kreuzestod Jesu gab. Ursache fĂŒr diese Verfolgung war die Vermischung der historischen und der theologischen Schuldfrage, die dazu fĂŒhrte, dass gegenwĂ€rtig lebende Juden fĂŒr die (historische) Schuld am Tod Jesu haftbar gemacht wurden und beispielsweise als „Gottesmörder“ bezeichnet wurden. Die heutige theologische Forschung unterscheidet zwischen der Frage nach der historischen Schuld fĂŒr einen Justizmord, die gleichberechtigt fĂŒr Jesus ebenso wie fĂŒr jeden anderen Justizmord der Weltgeschichte gestellt werden kann und muss, und der theologischen Frage nach der Bedeutung des Todes Jesu Christi fĂŒr jeden Einzelnen. Die historische Frage nach der Schuld am Tode Jesu wird heute relativ einhellig so beantwortet, dass hier die römische Besatzungsmacht die Verantwortung trug, da die jĂŒdischen AutoritĂ€ten gar keine Befugnis zur Hinrichtung von Menschen hatten. Die theologische Frage wird im christlichen GlaubensverstĂ€ndnis so beantwortet, dass ein jeder SĂŒnder selber die Schuld am Kreuzestod Jesu trĂ€gt.

Kultureller Einfluss des Christentums

In der Geschichte des Abendlandes haben sich Glaube, Kultur und Kunst wechselseitig beeinflusst. Eine entscheidende Station war beispielsweise der Bilderstreit im frĂŒhen Mittelalter. Im Abendland beschĂ€ftigte sich Kunst oft mit christlichen Themen, obwohl seit der Renaissance stĂ€rker auch RĂŒckgriff auf nichtchristliche Motive aus der Antike genommen wurde.

Musik gehört von jeher zur liturgischen Ausdrucksform des christlichen Glaubens. Große Bedeutung hatte der einstimmige unbegleitete cantus choralis sive ecclesiasticus, der ab dem 9. Jahrhundert als cantus gregorianus (gregorianischer Gesang) bezeichnet wird. In allen Epochen der Musikgeschichte schufen die bedeutendsten Musiker ihrer Zeit Werke auch fĂŒr die Kirchenmusik, so beispielsweise Georg Friedrich HĂ€ndel, Wolfgang Amadeus Mozart, Felix Mendelssohn Bartholdy; an herausragender Stelle aber vor allem Johann Sebastian Bach. Dichter wie Martin Luther oder Paul Gerhardt schufen im deutschsprachigen Raum Texte von hohem Rang und beeinflussten die weitere Entwicklung der Kirchenmusik maßgeblich. Der Einfluss des christlichen Glaubens ist dabei nicht auf die so genannte klassische oder E-Musik beschrĂ€nkt: So greift beispielsweise die Gospelmusik vor allem im amerikanischen Kulturraum unterschiedliche Stilrichtungen des 20. Jahrhunderts auf und entwickelt diese weiter.

Auch im Bereich der Sprache und Schulbildung hat das Christentum in vielen LĂ€ndern maßgeblich gewirkt. Im deutschsprachigen Raum hatte Martin Luther durch seine BibelĂŒbersetzung prĂ€genden Einfluss auf die Entwicklung und Verbreitung der hochdeutschen Sprache. Die Bibel als meistĂŒbersetztes Buch der Weltliteratur machte es insbesondere in kleineren SprachrĂ€umen z. T. ĂŒberhaupt erst einmal erforderlich, eine Schriftsprache zu entwickeln, wodurch kleinere Sprachen hĂ€ufig in ihrem Wert und ihrer IdentitĂ€t gestĂ€rkt wurden.

Naturbeobachtung, Arbeit und Technik spielten bei den westlichen Mönchen eine wichtige Rolle, sie gehörten zum geregelten Tagesablauf im Kloster, dem Ora et labora (deutsch: bete und arbeite). So erfand Gregor von Tours (538–594) die WassermĂŒhle, Wilhelm von Auvergne (1228–1249) die mechanische Uhr und erfanden Mönche in Pisa oder Lucca 1280 die BrillenglĂ€ser. Im sechzehnten Jahrhundert förderten die Reformatoren durch verstĂ€ndliche BibelĂŒbersetzungen in die Volkssprachen auch eine vermehrte Einrichtung von öffentlichen Schulen und das Lesen der Bibel in der Familie, was zu einem grĂ¶ĂŸeren Engagement und Verantwortungsbewusstsein in Beruf und Gesellschaft fĂŒhrte. Um 1830 entwickelten der Presbyterianer Cyrus McCormick und der QuĂ€ker Obed Hussey erste MĂ€hmaschinen, um den Bauern in den USA die harte Erntearbeit zu erleichtern und die ErtrĂ€ge zu erhöhen.cite-ref-22[22]

Da die Naturwissenschaftler bzw. -philosophen des Mittelalters vorwiegend aus dem geistlichen Stand stammten, waren sie von einem sinngebenden, gesetzmĂ€ĂŸig aufgebauten Kosmos ĂŒberzeugt. Das christliche Weltbild und das von der Kirche anerkannte (teilweise angepasste) antike Wissen (Aristotelismus) bildeten die herrschende Lehrmeinung. Da die Kirche allerdings einen Anspruch auf die absolute Wahrheit erhob und unter Androhung teils drakonischer Strafen keine anderen Meinungen duldete (HĂ€resie), war das VerhĂ€ltnis von Naturwissenschaft und Religion seit dem Aufkommen abweichender Ideen fĂŒr Jahrhunderte von einer christlichen Bevormundung und UnterdrĂŒckung geprĂ€gt, die sich etwa im Widerstand gegen das Heliozentrische Weltbild oder die Evolutionstheorie Ă€ußerte.cite-ref-salvini-plawen-23-0[23] Wie die Auswertung historischer Texte belegt, versteckten selbst berĂŒhmte Scholastiker des Mittelalters wie Thomas von Aquin, Aegidius Romanus oder Boetius von Dacien „unchristliche Ideen“ hinter doppeldeutigen Formulierungen, die es ihnen ermöglichten, Ihre IdentitĂ€t als Christen und Wissenschaftler zu wahren.cite-ref-24[24] Erst im Laufe der AufklĂ€rung gelang es den Wissenschaften, sich von der Kirchendoktrin gĂ€nzlich zu lösen.cite-ref-25[25]

Wurde der christlichen Mission frĂŒher teilweise der Vorwurf gemacht, zugleich mit dem christlichen Glauben auch die Kultur des Abendlandes (z. B. in Form von Kleiderordnungen) zu exportieren, ist das SelbstverstĂ€ndnis von Mission heute eher auf Inkulturation ausgerichtet. Zu den wesentlichen kulturellen EinflĂŒssen des Christentums ist zudem die Etablierung der christlichen Zeitrechnung im Abendland zu zĂ€hlen.

Siehe auch
Literatur

EinfĂŒhrungen

‱ Micha Brumlik: Entstehung des Christentums. Verlagshaus Jacoby & Stuart, Berlin 2010, ISBN 978-3-941787-14-8.
‱ David Bentley Hart: Die Geschichte des Christentums: Glaube, Kirche, Tradition. National Geographic, 2010, ISBN 978-3-86690-189-6 (Übersetzung: Ute Mareik).
‱ Hans-Peter Hasenfratz: Das Christentum – eine kleine Problemgeschichte. Theologischer Verlag, ZĂŒrich 1992, ISBN 3-290-10151-7.
‱ Werner Heinz: Der Aufstieg des Christentums. Geschichte und ArchĂ€ologie einer Weltreligion. Konrad-Theiss-Verlag, Stuttgart 2005, ISBN 3-8062-1934-6.
‱ Klaus Koschorke, Johannes Meier u. a.: Christentum. In: Religion in Geschichte und Gegenwart. 4. Aufl. Band 2, 1999, Sp. 183–246, ISBN 3-16-146942-9.
‱ Hans KĂŒng: Das Christentum. Wesen und Geschichte. Piper, MĂŒnchen 1995, ISBN 3-492-03747-X.
‱ Joseph Ratzinger: EinfĂŒhrung in das Christentum – Vorlesungen ĂŒber das apostolische Glaubensbekenntnis. dtv, MĂŒnchen 1971, ISBN 3-423-04094-7.

Geschichte (umfangreiche Darstellungen)

‱ Cambridge History of Christianity. Mehrere Hrsg. 9 BĂ€nde. Cambridge 2005ff. (Gesamtdarstellung, die den neueren Forschungsstand miteinbezieht).
‱ Die Geschichte des Christentums. Religion Politik Kultur. Herausgegeben von Jean-Marie Mayeur, Charles und Luce Pietri, AndrĂ© Vaucher, Marc Venard. Deutsche Ausgabe herausgegeben von Norbert Brox, Odilo Engels, Georg Kretschmar, Kurt Meier, Heribert Smolinsky, 14 Bde., Verlag Herder, Freiburg i. Br. 1991ff. (Aktuelle Gesamtdarstellung: Besprechung).
‱ Handbuch der Kirchengeschichte. Hrsg.: Hubert Jedin u. a., 7 Bde., Freiburg 1962–1979, ISBN 3-451-20454-1 (Standardwerk zur Geschichte des Christentums aus dem Blickwinkel der katholischen Kirche und teils ĂŒberholt).

Lexika


‱ Metzler Lexikon christlicher Denker: 700 Autorinnen und Autoren von den AnfĂ€ngen des Christentums bis zur Gegenwart. Hrsg.: Markus Vinzent. Metzler, Stuttgart u. a. 2000.

Philosophische Deutungen

‱ Ludwig Feuerbach: Das Wesen des Christentums. Otto Wiegand, Leipzig 1841.
‱ RenĂ© Girard: Ich sah den Satan vom Himmel fallen wie einen Blitz. Eine kritische Apologie des Christentums. Hanser, MĂŒnchen 2002.
‱ Georg Wilhelm Friedrich Hegel: FrĂŒhe Schriften. Werke in zwanzig BĂ€nden, Band 1. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1971.
‱ Michel Henry: Inkarnation: Eine Philosophie des Fleisches. 2. Aufl. Alber, Freiburg 2004.
‱ Jean-Luc Nancy: Dekonstruktion des Christentums. Diaphanes, ZĂŒrich / Berlin 2008.
‱ Slavoj ĆœiĆŸek: Das Reale des Christentums. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-518-06860-1.

Sonstige Literatur

‱ Bruce Bawer: Stealing Jesus: How Fundamentalism Betrays Christianity. Three Rivers Press, New York 1997, ISBN 0-609-80222-4 (Kritik an fundamental-dogmatischen Tendenzen).
‱ Karl-Heinrich Ostmeyer: Das Vaterunser. GrĂŒnde fĂŒr seine Durchsetzung als ‚Urgebet’ der Christenheit; New Testament Studies 50, 2004, S. 320–336.

Weblinks

Wiktionary: Christentum

– BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

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– Lern- und Lehrmaterialien

Wikisource: Christentum

– Quellen und Volltexte

‱ Literatur von und ĂŒber Christentum im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
‱ Christentum-Dossier – Weltreligionen bei wdr.de

Anmerkungen

cite-note-11. ↑ Theodore M. Ludwig: Art. Monotheismus. In: Lindsay Jones (u. a.) (Hrsg.): Encyclopedia of Religion. 2., völlig neu erstellte Auflage. New York (u. a.) 2005, Vol. 9, S. 6155–6163.
cite-note-22. ↑ Gisbert Greshake: Der dreieine Gott – Ein trinitarische Theologie. Freiburg/Basel/Wien, 5. Aufl. 2007.
cite-note-33. ↑ Vgl. die altkirchlichen Glaubensbekenntnisse Apostolikum, NizĂ€num und Athanasium.
cite-note-44. ↑ Lothar Ullrich: Antitrinitarier. In: Lexikon fĂŒr Theologie und Kirche. Durchges. 3. Auflage. Freiburg 2009, Sp. 776–777.
cite-note-55. ↑ Artikel Antitrinitarier. In: Evangelisches Lexikon fĂŒr Theologie und Gemeinde. Band 1. 1992, S. 91: „Sie 
 bildeten eine ĂŒber die Reformation hinausgehende Gestalt des Christentums im Unitarismus, 
“
cite-note-66. ↑ Nach der einzigen ĂŒbergreifenden, jedoch hĂ€ufig kritisierten Erhebung betrugen die AnhĂ€ngerzahlen der einzelnen Strömungen im Jahr 2000 etwa: 66 Millionen (klassische Pfingstler), 176 Millionen (Charismatic Movement), 295 Millionen (Third Wave). Vgl. David B. Barrett, Todd M. Johnson: Global Statistics. In: Stanley M. Burgess; Eduard M. van der Maas (Hrsg.): The New International Dictionary of Pentecostal and Charismatic Movements. Revised and Expanded Edition. Zondervan, Grand Rapids 2002, ISBN 978-0-310-22481-5, S. 283–302.
cite-note-77. ↑ World population 2022 | Population clock live. Abgerufen am 8. Juni 2022.
cite-note-88. ↑ Max Seckler: Art. Christentum I-III. In: Lexikon fĂŒr Theologie und Kirche. 3. Auflage, 1993–2001, Zweiter Band, Sp. 1105 ff.
cite-note-99. ↑ Max Seckler: Art. Christentum I-III. In: Lexikon fĂŒr Theologie und Kirche. 3. Aufl. 1993–2001, Zweiter Band, Sp. 1113 f.
cite-note-1010. ↑ Benedikt XVI.: „erneuerte jĂŒdische Tora“
cite-note-1111. ↑ Karl-Heinrich Ostmeyer: Das Vaterunser. GrĂŒnde fĂŒr seine Durchsetzung als ‚Urgebet’ der Christenheit. In: New Testament Studies. Band 50, Nr. 3. Cambridge University Press, 19. Juli 2004, S. 334 f.
cite-note-1212. ↑ Orientalisch-Orthodoxe Kirchen. Abgerufen am 14. August 2022.
cite-note-1313. ↑ II. Vatikanisches Konzil: Dogmatische Konstitution ĂŒber die Kirche „Lumen Gentium“, Nr. 9.
cite-note-1414. ↑ Dogmatische Konstitution ĂŒber die Kirche „Lumen Gentium“. Nr. 12.
cite-note-1515. ↑ Ähnliche Regeln gelten fĂŒr den Empfang der Sakramente der Versöhnung und der Krankensalbung; siehe can. 844 CIC.
cite-note-1616. ↑ Konfessionsgruppe der Apostolischen Gemeinschaften. In: APWiki. Abgerufen am 31. Oktober 2014.
cite-note-1717. ↑ Gastmitglieder. In: Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland. Abgerufen am 31. Oktober 2014.
cite-note-1818. ↑ RĂŒdiger Kaldewey, Franz W. Niehl: Christentum kompakt. Inhalte – Traditionen – Praxis. Kösel, MĂŒnchen 2010, ISBN 978-3-466-36867-9, S. 73.
cite-note-1919. ↑ Ekkehard MĂŒhlenberg: Christologie 2: C. in der Dogmengeschichte. In: Evangelisches Kirchenlexikon, Vandenhoeck und Ruprecht, Band 1, Göttingen 1986, Sp. 718–727.
cite-note-2020. ↑ Manuel Sarkisyanz: Die Kulturen Kontinental-SĂŒdostasiens. Kambodscha, Birma, Thailand, Laos, Vietnam, Malaya. Akademische Verlagsgesellschaft Athenaion, 1979, S. 95.
cite-note-2121. ↑ Robert Bruce: King Mongkut of Siam and His Treaty with Britain. (PDF) In: Journal of the Royal Asiatic Society Hong Kong Branch. The University of Hong Kong Libraries Vol. 9, 1969, S. 91, abgerufen am 14. April 2012.
cite-note-2222. ↑ Vishal Mangalwadi: Das Buch der Mitte. Wie wir wurden, was wir sind: Die Bibel als HerzstĂŒck der westlichen Kultur, Fontis, Basel 2014, ISBN 978-3-03848-004-4.
cite-note-salvini-plawen-2323. ↑ Luitfried Salvini-Plawen: Zur Geschichte der biologischen Theorie der Evolution. In: Denisia. Band 20, 2007, S. 8–9 (zobodat.at [PDF; abgerufen am 28. Dezember 2023]).
cite-note-2424. ↑ UniversitĂ€t Oxford: Boundaries of Science: Medieval Condemnations of Philosophy as Heresy. Projektbeschreibung Die doppelte Wahrheit – Wissenschaft und Religion im Mittelalter, im CORDIS-Portal der EuropĂ€ischen Kommission, DOI:10.3030/701523, online abgerufen am 20. November 2023.
cite-note-2525. ↑ Tobias Meihofer: Glaube und Naturwissenschaft. In: herder.de. Herder. Religion und SpiritualitĂ€t, 7. Mai 2018, abgerufen am 28. Dezember 2023.